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Alltag im 1. Weltkrieg - Ausgewählte Aspekte

 
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Auteur Bericht
Yvonne
Admin


Geregistreerd op: 2-2-2005
Berichten: 45584

BerichtGeplaatst: 09 Nov 2011 8:53    Onderwerp: Alltag im 1. Weltkrieg - Ausgewählte Aspekte Reageer met quote

Alltag im 1. Weltkrieg - Ausgewählte Aspekte

Der Friedrich Authenrieth-Verlag in Stuttgart bot im April 1915 der Stadt Augsburg diese Postkarten für Hilfstage für bedürftige Kriegerfamilien an

Quote:
Projekt: Dr. Renate Weggel (Gymnasium bei St. Anna)
Materialien: Stadtarchiv Augsburg
Einleitung

a) Hinweise zur Benutzung dieser Materialien

Bei dem hier vorliegenden Projekt handelt es sich um Vorschläge, wie Schüler der Jahrgangsstufen 9 bzw. der Kollegstufe (alter Lehrplan) des Gymnasiums an die Arbeit mit Archivalien vor Ort herangeführt werden können.

Das Thema "Alltag im 1. Weltkrieg" eignet sich dafür aus drei Gründen:

kann daran gezeigt werden, wie stark dieser Krieg jeden Einzelnen betraf, obwohl Deutschland nicht Kriegsschauplatz war.

lassen sich hier bereits einige Tendenzen nationalistischer Art erkennen bis hin zum offenen Antisemitismus, die im Dritten Reich nur wieder aufgegriffen werden mussten. Dasselbe gilt auch für die Art der Sammlungen.

sind die hier aufgeführten Materialien eher plakativ und sprechen die Schüler daher direkt an.


b) Zu den Quellen des Stadtarchivs

Der Aktenbestand ‚Kommunalverband' des Stadtarchivs Augsburg, dem die folgenden Materialien entnommen sind, bietet eine Fülle von Informationen über die Begleitumstände des 1. Weltkriegs im weitesten Sinn. Einiges ist (noch) handschriftlich, aber vor allem die offiziellen Dokumente sind maschinenschriftlich und damit auch Schülern leicht zugänglich. Interessanter als die Erlasse, Verordnungen und Anweisungen amtlicher Stellen aus Bayern oder dem Reich sind jedoch die vielen Zeitungen, Werbeplakate, Postkarten, Lebensmittelmarken, Festprogramme (oft mit Lied- und Gedichttexten) etc., die in den Aktenbänden enthalten sind und in wenigen ausgewählten Beispielen hier wiedergegeben werden.
Zusätzlich zu den Akten findet sich in der Amtsbücherei zum einen eine Festschrift zum 50jährigen Jubiläum der freiwilligen Sanitätskolonne des Roten Kreuzes Augsburg aus dem Jahr 1926 (I 13 1579) mit Berichten der mobilen Einsatzzüge 4 und 5 über ihren Einsatz in Frankreich. Zum anderen gibt es die Tagebuchblätter einer Augsburgerin aus dem Kriegsjahr 1914 (Verfasserin Marie Reiser-Doerzapf). Die Schrift ist ziemlich schwer zu lesen, doch bietet das Tagebuch viele Einzelheiten.



c) Zu den Einsatzmöglichkeiten der Archivalien im Unterricht

Wie in jedem anderen Archiv auch setzt die Arbeit mit Originalquellen zunächst die Auswahl durch die Lehrkraft voraus. Eine Vorstrukturierung des Materials ist ebenfalls unerlässlich!

Auf der Basis der von mir eingesehenen Akten lassen sich mehrere Schwerpunkte setzen:

Die Entwicklung der Lebensmittelversorgung durch die gesamten Kriegsjahre (11+13)

Die Unterbringung und Versorgung der Kriegsgefangenen samt den damit verbundenen Problemen (357)

Die Wohltätigkeitsveranstaltungen zugunsten der Soldaten (437, 438)

Die Liebesgaben für die Soldaten sowie die verordneten Sammlungen der unterschiedlichsten Dinge (354, 438, 431, 120, 130, 131, 199 und 210)

Empfehlenswert für den Einsatz im Unterricht sind die Nummern 354, 437 und 438 wegen der zahlreichen Plakate, Festprogramme etc.

Generell ist zu jedoch bemerken, dass sich die meisten dieser Akten auf zu verallgemeinernde Aspekte des Alltags im Krieg beziehen. Spezielle Augsburger Stadtgeschichte lässt sich nur anhand weniger Dokumenten erschließen. Daher können auch Schüler von Schulen außerhalb Augsburgs gut mit diesen Materialien arbeiten.



d) Zu Intention der Unterrichtmaterialien

Natürlich musste hier eine sehr subjektive Auswahl getroffen werden, die hauptsächlich einige ‚Highlights' anschaulicher Art aus dem Aktenbestand präsentiert und damit Appetit machen soll auf die Beschäftigung mit Archivalien, die nicht nur aus trockenen Fakten und amtlichen Verlautbarungen bestehen. Damit lässt sich selbstverständlich nicht der gesamte Alltag eines Augsburgers nachvollziehen. Die Schüler könnten sich aber in Gruppen mit den verschiedenen Facetten beschäftigen und am Ende in einer Zusammenschau doch einiges von dem Mangel entdecken, der diese Zeit vornehmlich prägte.
Die Materialien sind zum Teil verkleinert abgebildet; an den Rändern abgeschnittene Dokumente sind so gewollt - Sie sollen sich nicht Kopien aus dem Internet ziehen, sondern die Originale im Stadtarchiv ansehen - oder zumindest den Ordner mit dem gesamten Projekt und den Quellen in Kopie.
Vorangestellt sind einige Informationen zu Augsburg und dieser Zeit sowie (da die Akten hierzu wenig hergeben) einige Aspekte über den Kriegsalltag am Gymnasium bei St. Anna.



1. Hintergrundinformationen

a) Der Erste Weltkrieg und Augsburg


Wir vom Jahrgang 1898 konnten es damals kaum erwarten, bis wir im Spätherbst 1916 eingezogen und gemustert wurden. In naiver Ungeduld befürchteten wir, der Krieg könnte ohne unsere Beteiligung zu Ende gehen. Ach, und wie hat er uns dann alle noch eingeholt, hat uns hineingerissen in die Schlachten vor Amiens und Verdun, in Flandern und an der Somme, und vielen, allzu vielen, war die Rückkehr in die Heimat nicht mehr vergönnt. (Adolf Köberle in: Nachrichtenblatt der Societas Annensis 1962)

Die Atmosphäre in Augsburg zu Kriegsbeginn wird in einschlägigen Berichten so beschrieben: Vor den Anschlagtafeln mit den neuesten Nachrichten standen Menschentrauben, in überfüllten Gaststätten waren patriotische Gesänge zu hören, die Militärs veranstalteten Parademusik. Nach der Mobilmachung zogen junge Leute in Scharen zum Bahnhof, zu den Kasernen und zum Denkmal für die Gefallenen des Krieges 1870/71 im Fronhof. Am 2. August rückten die Reservisten ein, die Augsburger bestaunten den Ausmarsch der Bataillone, Kriegsfreiwillige rückten nach.

Augsburger Truppenteile kämpften z.B.:

1914 in Lothringen, an der Somme, vor Arras

1915 auf den Vimy-Höhen, in Galizien bei Gorlice und Tarnow

1916 am Thiaumont-Rücken vor Verdun, bei Malancourt, an der Somme, in Wolhynien, Siebenbürgen und Rumänien

1917 am Chemin des Dames 1918 vor Amiens, am Kemmel, seit Juli bei den Abwehrkämpfen an der Westfront


Schon bevor sich abzeichnete, dass dieser Krieg nicht zu gewinnen war, zeigten sich große Probleme in der Heimat, die sich natürlich auch in Augsburg auswirkten. Der Hurra-Patriotismus wich Hamsterkäufen, Familien wurden zu sozialen Härtefällen, da der Hauptverdiener im Feld stand. Auf dem Land machte sich der Arbeitskräftemangel bemerkbar, Hoferben starben im Krieg. Die städtischen Fabriken mussten die Produktion weitgehend einschränken, wegen Rohstoffmangels (die Engländer hatten eine Seeblockade verhängt; Baumwolle z.B. kam deshalb nicht mehr ins Land) und Kohlemangels. Man suchte fieberhaft nach Ersatzprodukten für Textilien oder Schuhe; Gummi und Stoffe benötigte das Heer. 1916 begann sich diese Mangelwirtschaft gravierend auszuwirken; der Winter 1916/17 ging als der Hungerwinter oder Steckrübenwinter in die Geschichte ein. Die Oberste Heeresleitung (OHL) unter Hindenburg und Ludendorff errichtete eine Militärdiktatur und führte die Bewirtschaftung von Nahrungsmitteln und Gütern des täglichen Bedarfs ein, die meisten Fabriken wurden stillgelegt. Frauen begannen, die Arbeiten der Männer zu übernehmen (das sogenannte Hindenburgprogramm). Konkret wurden in Augsburg im März 1916 Buttermarken eingeführt, im Mai Fleischmarken, im September verkaufte die Stadt an verschiedenen Plätzen ihre Kartoffelvorräte - verschiedene Stellen deshalb, weil man dadurch hoffte, stundenlanges Schlangestehen vermeiden zu können. Im März 1917 wurde das Semmelbacken verboten, im Mai wurde die tägliche Brotration von 2000 auf 170g herabgesetzt. Da es aber keine Kartoffeln als "Ersatz" für Brot gab, mussten die Rationen wieder erhöht werden. Im Winter 17/18 gab es weniger Fett und Zucker und nur noch 1/8 Liter Milch pro Tag.

Die Augsburger Bilanz: 3577 Gefallene, darunter 321 jünger als 20, 2 waren 16 Jahre alt.

Lees verder:
http://www.stadtarchiv.augsburg.de/index.php?id=17256
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