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Mysteriöses Bilderrätsel in Riesenbeck aufgetaucht

 
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Auteur Bericht
Yvonne
Admin


Geregistreerd op: 2-2-2005
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BerichtGeplaatst: 03 Jan 2010 16:49    Onderwerp: Mysteriöses Bilderrätsel in Riesenbeck aufgetaucht Reageer met quote

Mysteriöses Bilderrätsel in Riesenbeck aufgetaucht

Riesenbeck. Es ist ein Rätsel, fast schon ein Mysterium. Und es dürfte die Riesenbecker noch ein wenig beschäftigen. Pastor Stefan Notz jedenfalls hat schon eifrig Akten und Bücher gewälzt, erste Nachforschungen angestellt und bleibt vor allem eines: ratlos.

Vor ihm auf dem Tisch liegen die zwei Gründe für seine Ratlosigkeit. Zwei große Zeichnungen zeigen wunderschön und detailliert den Erzengel Michael und den Heiligen Georg. Angefertigt hat sie Friedrich Stummel, ein bekannter Kirchenmaler und gebürtiger Münsteraner. „Die Zeichnungen sind für zwei Fenster einer Kriegergedächtniskapelle in Riesenbeck“, so viel hat Pastor Notz schon in Erfahrung bringen können.

Dass die Bilder überhaupt vor ihm liegen, hat er der Glasmalerwerkstatt von Peter Derix in Kevelaer zu verdanken. Er förderte beim Aufräumen im Lager die Entwürfe zutage. In der Verwaltung fand sich dazu die passende Rechnung. „Aus der geht eindeutig hervor, dass die Gemeinde die Entwürfe für zwei Fenster mit Bleieinfassungen in Auftrag gegeben hat“, sagt Notz. Und zwar 1917 und für genau 239,20 Reichsmark. Die seien auch bezahlt worden - die Frage sei nur, von wem.


.


„Die Bilder sind von höchster zeichnerischer Qualität und wirklich schön“, äußert sich Notz voller Bewunderung für das Können des Künstlers Stummel. Dennoch treiben ihn die Fragen um, wer der Auftraggeber war und vor allem, wer etwas von einer Kriegergedächtniskapelle in Riesenbeck wusste oder gar heute noch weiß.

Bei der Vorbereitung des Jubiläums zu 200 Jahren St. Kalixtus habe er sich tief in die Kirchengeschichte eingelesen, aber keinen Hinweis für den Bau einer Kriegergedächtniskapelle gefunden. Auch Nachfragen bei älteren Bürgern oder dem Heimatverein hätten nichts ergeben. Der Glasmaler Derix wandte sich in der Annahme an Notz, dass die Kapelle gebaut worden sei und er eventuell die Fenster anschauen könne. Diese Erwartung musste enttäuscht werden.


Leben und Werk von Friedrich Stummel
Friedrich Stummel wird am 20. März 1850 in Münster geboren. Mit 16 Jahren bricht er seine Ausbildung am Gymnasium ab und besucht die Kunstakademie in Düsseldorf. Dort wird sein Talent erkannt, es folgen erste Ausstellungen, Auszeichnungen und ein Stipendium. Seine Lebensaufgabe schließlich wird das Ausmalen der Rosenkranz-Basilika in Kevelaer. Bis zu seinem Tod beschäftigt ihn dieser Auftrag. Während seiner Arbeit in Kevelaer bekommt er Aufträge aus der ganzen Welt. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts weitet er sein Schaffen auf Holzschnitzerei, Stoffentwürfe und vor allem auf Glasmalerei aus. Zu diesem Zeitpunkt beginnt die enge Zusammenarbeit mit der Firma Derix. Sie realisiert die Entwürfe Stummels. Mit dem Ersten Weltkrieg endet die Begeisterung für Stummels Kunst. Als der Künstler 1919 stirbt, haben Im- und Expressionismus seine Mischung aus nazarenisch-romantischer Tradition und neuen realistischen Tendenzen längst überholt. In der Mitte des 20. Jahrhunderts erleben Stummels Werke eine Renaissance. Viele von ihnen stehen heute unter Denkmalschutz. Die Arbeit an der Rosenkranz-Basilika vollendeten seine Schüler Theodor Nüttgens und Karl Wenzel zwischen 1921 und 1930. (Quelle: Fraunhofer-Informationszentrum Raum und Bau)


„Es gibt viele Ungereimtheiten“, hat der Riesenbecker Seelsorger inzwischen herausgefunden. 1917 eine Kriegergedächtniskapelle zu planen sei ungewöhnlich, schließlich ging der Erste Weltkrieg bis 1918. Vor dem Ende des Krieges etwas für die Gefallenen zu bauen, sei schon merkwürdig. Heute gibt es auf dem Friedhof eine Gedenkstelle: „Aber das ist eher ein Bildstock und keine Kapelle.“ Inzwischen gebe es am Kanal eine Kriegergedächtniskapelle, aber die sei erst nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges errichtet worden, also auch lange nach 1917. Fenster gibt es darin keine. „Mir fällt im gesamten Stadtgebiet kein historischer Ort ein, der für eine solche Kapelle infrage käme.“

Auch in der St.-Kalixtus-Kirche gebe es keinen Platz für eine solche Kapelle. Hinzu kommt, dass die Kirche nach dem Heiligen Kalixtus benannt wurde, die Bilder aber den Engel Michael und den Drachentöter Georg zeigen. „Es sind zwei Schutzheilige, aber sie haben keine Verbindung zu unserer Gemeinde“, erklärt Stefan Notz. St. Georg ist vielmehr der Name der benachbarten Gemeinde in Hopsten, wo ähnliche Bilder in Bildstöcken und Fenstern durchaus zu finden sind.

„Riesenbeck ist einmalig in Deutschland. Eine Verwechslung ist deshalb ausgeschlossen“, ist die abschließende Feststellung von Stefan Notz.

Er wäre dankbar für mögliche Hinweise auf die 1917 scheinbar geplante Kriegergedächtniskapelle unter Telefon 05459/8216.

http://www.mv-online.de/lokales/kreis_steinfurt/hoerstel/1242250_Mysterioeses_Bilderraetsel_in_Riesenbeck_aufgetaucht.html
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